Zu Beginn des 9. Jahrhundert wird Voigstedt in einem Verzeichnis der Güter des vom Erzbischof Lullus († 786) von Mainz erbauten Klosters Hersfeld als Vocstat urkundlich erwähnt. |
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| vor
300 Swebisch-germanisch-thüringische Ortsgründungen auf -stedt |
| Mitte
des 6. Jahrhunderts Die Franken bauen bei Wallhausen, Voigtstedt, Artern und Ritteburg feste Burgen |
| 769 Gründung der hessischen Abtei Hersfeld |
| 775 Fränkisches Reichsgut wird in Voestat erwähnt |
| um
800 Voigtstedt und Artern werden in dem Brevarium des Lullus (Güterverzeichnis der Abtei Hersfeld) genannt |
| im
11. Jahrhundert Die Mark Voigtstedt kommt an die Grafschaft Rothenburg |
| 1123 Es bricht ein Aufstand gegen die Herren in Mainz wegen der untragbaren kirchlichen Steuern aus, an dem sich ca. 20.000 Thüringer beteiligen. Adalbert von Mainz, Erzbischof, wird zum Nachgeben gezwungen |
| zwischen
1198 und 1204 Artern kommt unter Herrschaft der reichsunmittelbaren Grafen von Honstein-Vockstedt |
| um
1200 Die Mark Voigtstedt bekommt Graf Heinrich von Honstein als neuen Herrn |
| 1201
bis 1210 Grad Heinrich von Honstein erbaut die Burg Stolberg im harz |
| zwischen
1210 und 1212 Graf Heinrich I. von Vockstedt beugt sich mit dem südlichen Teil seines Landes unter landgräflich thüringische Lehnshoheit |
| um
1240 Grad Heinrich von Honstein stirbt, sein Besitz wird zwischen seinen Söhnen geteilt. Der ältere Sohn, Heinrich II. erhält die neue Grafschaft Stolberg und die kleinere nördliche Hälfte der Herrschaft Vockstedt. Sein Bruder Friedrich, die größere südliche Hälfte und nennt sich Graf von Stolberg, Herr zu Vockstedt. |
| 1247 Der Meißnische Markgraf Heinrich der Erlauchte erbt die Landgrafschaft Thüringen |
| 1268 Das Schloß Vockstedt wird zuerst erwähnt, ebenso die Mühle beim Schloß |
| Nov.
1268 Friedrich "Graf in Stalbach" verkauft den Oberteil der Vockstedter Herrschaft an das Erzstift Magdeburg |
| um
1275 Heinrich Raspe schenkt seiner Schwester Irmgard zur Hochzeit mit dem Askanier Otto I. , die untere Herrschaft Vockstedt als Mahlschatz |
| 1298 Die Honsteiner Grafen Dietrich II. und Heinrich II., gewinnen die halbe comica Voigtstedt von den Stollbergern und bleiben bis ca. 1380 in deren Besitz |
| 1343
bis 1360 Heinrich von Vockstedt oder von Artern ist Abt des Klosters Oldisleben |
| 1380 Die Edelherren von Querfurt werden Herren von Voigtstedt und bleiben es bis 1448 |
| 1392 Der untere Teil von Edersleben gehört zur oberen Herrschaft von Vockstedt. |
| 1421 Graf Botho der Ältere von Stolberg belehnt Hans von Bennungen mit 2 Ackern Grafenlandes vor den Aspen bei Vockstedt |
| 1438 Gebhard von Querfurt belehnt die Brüder Hans und Hartmann von Gehofen mit dem "hintertorm" (dem hinteren Turm) seiner Burg Vockstedt |
| 1448 Die Herrschaft Vockstedt wechselt zu den Grafen von Honstein bzw. zu den Grafen von Mansfeld |
| 13.
Feb. 1465 Graf Günther von Mansfeld stellt einen Leibzuchtbrief für Margarethe, Friedrich Hakes Ehefrau, über das Burglehen zu Vockstedt und anderes Zubehör aus |
| 1466 Friedrich Hake auf Vockstedt kauft das halbe Dorf Hackpfüffel |
| 1525 Voigtstedt wird im Bauernkrieg von Frankenhäusern und Ringlebnern geplündert |
| 1532 Kaiser Karl V. erläßt die "Peinliche Gerichtsordnung", die sogen. Carolina |
| 1553 Die Frankenhäuser und Ringleber zahlen 400 Gulden an Ritter Heinrich Knut auf Voigtstedt, weil sie im Bauernkrieg (1525) Voigtstedt und Kachstedt geplündert hatten. |
| 1570 Die gesamte Grafschaft Mansfeld wird wegen starker Verschuldung der Grafen vom Oberlehnsherrn in Zwangsverwaltung genommen. Voigtstedt samt Artern wechselt infolge einer Permutationsvertrages von der Lehnshoheit des Erzstifts Magdeburg unter die des Kurfürstentums Sachsen |
| 1588 Die Vettern Hans Georg und Michael von Gehofen werden mit dem Burggut Vockstedt belehnt. Hans Georg zieht von Ichstedt nach Vockstedt |
| 1605
bis 1660 Die Familie Vitzthum von Eckstedt besitzt das Amt Vockstedt |
| 1612
bis 1626 Jakob von Grünthal ist kurfürstlich-sächsischer Oberaufseher der Grafschaft Mansfeld und zugleich Amtshauptmann des Amtes Sangerhausen |
| vor
1626 Die beiden Vettern von Gehofen verkaufen das Vockstedter Gut an die Grafen von Mansfeld |
| April
1628 Während des 30jährigen Krieges setzen sich Kroaten in Voigtstedt fest |
| 1631 Nach dem Fall Magdeburgs kommen Tillys Truppen durch Voigtstedt und liegen einige Tage in Kachstedt |
| 1662 Neben Amt Vockstedt werden auch die Gehofenschen Rittergüter von der Arterner Herrschaft abgetrennt |
| 1667
bis 1847 Die Reichsfreiherren von Meusebach besitzen das Schloßgut Voigtstedt |
| um
1680 Der Oberstleutnant Christoph Ulrich von Burgsdorff, Domherr, Probst der Paulskirche und Landschaftsdirektor zu Halberstadt, besitzt das Amtsgut Vockstedt |
| 1682 Für die Kirche von Voigtstedt wird ein neuer Turmkopf gefertigt |
| 10.
Nov. 1691 Saccus, Verwalter von Christoph-Ludwig von Burgsdorf, erläßt ein neues Erbbuch für die Amtsuntertanen von Nikolausrieth und Katharinenrieth |
| 11.
Nov. 1691 Sacus, Verwalter von Christoph-Ludwig von Burgsdorf, erläßt ein neues Erbbuch für die Amtsuntertanen von Schönewerda und Voigtstedt |
| 1746 Die Herren von Bülcknitz werden als Inhaber des Amtsgutes Vockstedt genannt |
| 22.
Sept. 1760 Während des 7jährigen Krieges liegen beim Dorf an die tausend Hannoveraner |
| 1768 Der Abbau der Braunkohlevorkommen bei Voigtstedt und Edersleben beginnt |
| 1780 Das Kurfürstentum Sachsen wird nach Aussterben der Mansfelder tatsächlicher Besitzer von Voigtstedt |
| 1795
bis 1806 Voigtstedt ist Garnison. Es liegen dort Teile der Arterner Husaren |
| 1.
Juni 1806 Voigtstedt bleibt im Tilsiter Frieden sächsisch |
| 12.
März 1808 Der "reservierte" Teil der Grafschaft Mansfeld aus Amt Voigtstedt und Gericht zu Voigstedt, Amt und Stadt Artern sowie dem Flecken Gehofen wird gebildet |
| 8.
April 1808 Voigtstedt kommt mit dem Amt Artern an das Kursächsische Amt Sangerhausen und verliert seine Selbstständigkeit |
| 1810 Die Quellen des von Meußebachschen "Weltbades" versiegen, als das Arterner Salzamt einen Stollen zur Entwässerung der Braunkohlengruben anlegen läßt |
| 1815 Voigtstedt kommt zu Preußen |
| 3.
Aug. 1815 Voigtstedt huldigt König Friedrich Wilhelm III. von Preußen als dessen neuen Herrscher |
| 1825 Voigtstedt hat 762 Einwohner; 793 Personen über und 269 Personen unter 14 Jahren, davon 163 Schulkinder (75 Knaben und 88 Mädchen) |
| 1829 Der Kirchturm der Kirche von Voigtstedt wird erneuert |
| 1878 Bau der Bahnlinie Artern - Sangerhausen |
| 1879 Voigtstedt erhält Bahnanschluß |
| 8.
Okt. 1900 Das Luisenwerk - Tonindustrie - wird gegründet |
| 1925 Als Notstandsarbeit wird eine Chaussee von Voigtstedt nach Edersleben erbaut |
| 1928 Die Kirche von Voigtstedt erhält eine neue Dacheindeckung |
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Chronik |
Voigtstedt als wichtiger Fundort für Fossilien aus dem Pleistozän |